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Management gegen Herbizidresistenzen von Unkräutern und Ungräsern

18/03/2021

Beikraut, Ackerbegleitflora, Segetalflora, Ackerwildkraut oder einfach Unkraut. Heute, am 28. März, ist der offizielle Ehrentag für all jene Pflanzen, die sowohl Gärtner*innen, als auch Landwirt*innen schon des Öfteren einiges abverlangt haben. So ist nicht nur das Unkrautzupfen im Garten oder das Schosserziehen auf dem Feld schweißtreibend. Auch eine mechanische Bodenbearbeitung zur Unkrautreduktion, verbraucht Treibstoff und schadet Bodenlebewesen. Weiterhin ist auch die chemische Unkrautunterdrückung aufgrund strenger Zulassungsregeln, geringerer Wirkstoffvielfalt und höherer Resistenzgefahr, heutzutage deutlich schwieriger als beispielsweise vor 20 Jahren.

Für ein erfolgreiches Resistenzmanagement wird, neben einem regelmäßigem Wirkstoffwechsel und Wirkstoffkombinationen, eine maximale Wirkungseffizienz der angewendeten Präparate benötigt. Während verbleibende Unkrautpflanzen für die Tierwelt als direkte oder indirekte Nahrungsquellen dienen, stellen sie für den Landwirt eine potentielle Resistenzgefahr dar.

So kann eine resistente, überlebende Ackerfuchsschwanzpflanze bereits bis zu 2000 Samen bilden. Nach 5 Jahren könnten sich im schlimmsten Fall rechnerisch 32 Billiarden Samen aus dieser Pflanze entwickeln. Auch wenn dieses Beispiel unrealistisch ist, da nicht alle Samen im ersten Jahr keimen und sich bis zur reifen Pflanze entwickeln, zeigt es doch das enorme Schadenspotential dieser resistenten Pflanzen. So traten in Zuckerrübenversuchen im Raum Göttingen, bei einer totalen Verunkrautung, Ertragsverluste von bis zu 77 % auf. Auch im Weizen betragen die potentiellen Ertragsverluste durch Unkräuter (u.a. auch Ackerfuchsschwanz), 23 % der Gesamternte.

Um die maximale Wirkung des Herbizids zu gewährleisten und somit Resistenzen zu vermeiden, muss auf den pH-Wert der Spritzbrühe geachtet werden. Denn während Wirkstoffe wie Rimsulferon, bei einem pH-Wert von 7, sieben Tage in Mischung bleiben können und dabei 50 % ihrer Wirkung verlieren, dauert dies bei einem pH-Wert von 9 nur 4,2 Stunden. Aber auch Wirkverluste von unter 50 % sind aus Sicht des Resistenzmanagements inakzeptabel. Insbesondere bei Verwendung borhaltiger Blattdünger ist deshalb darauf zu achten, dass der pH-Wert nicht steigt. Borethanolamin- und Borat-haltige Blattdünger sind schlussfolgernd nicht mit pH-empfindlichen Herbiziden, Insektiziden und Fungiziden zu mischen. Für die gleichzeitige Anwendung dieser Pflanzenschutzmittel in Kombination mit einer Bor-Blattdüngung können wir Ihnen Complesal® B Max pH nachdrücklich empfehlen. Dieses Produkt wird, durch seine spezielle Formulierung und einen daraus resultierenden Puffereffekt, den pH-Wert Ihrer Spritzbrühe konstant bei pH 7 halten. Der positive Effekt auf die Herbizid-Wirksamkeit ist dementsprechend auch auf dem Bild (unten) eines Zuckerrüben-Herbizid-Versuchs zu beobachten. Auch alle anderen verfügbaren Complesale® besitzen diesen pH-puffernden Effekt, dienen der Wasserenthärtung und tragen weiterhin als Haftmittel, zur Pflanzenschutzmittelwirkung bei. Gerne beraten Sie unsere Mitarbeiter, bei der Auswahl des besten Produkts für Ihren Anwendungsfall. 

Falls Sie Fragen zu den Complesal®-Produkten haben, stehen Ihnen selbstverständlich unsere Mitarbeiter telefonisch und per E-Mail zur Verfügung. 

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